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Welche Risiken sollten beachtet werden

Komplementäre Methoden werden in unterschiedlichem Rahmen angeboten: als Einzelgespräch oder „Einzeltherapie“, in einer kleinen Gruppe, als Seminarübung sowie als Veranstaltung mit Erlebnischarakter für eine große Zahl von Teilnehmenden. Je nach Situation kann es zu Problemen kommen:

  • Manche Anbieterinnen oder Anbieter manipulieren Sie, machen Sie abhängig, wollen Sie ideologisch beeinflussen, achten Ihre persönlichen Grenzen nicht oder neigen gar zu Übergriffen.
  • Manche machen den Erfolg ihrer Methode von Ihrem Glauben daran abhängig. Wenn die Methode versagt, trifft Sie die Schuldzuweisung. 
  • In „Therapiegruppen“ kann es zu Gruppendruck kommen, sodass Sie sich zu bestimmten Aussagen oder Verhaltensweisen gezwungen fühlen.
  • Für manche Gruppenarbeit müssen Sie sich entkleiden, hinterfragen Sie, ob dies sachlich gerechtfertigt ist.
  • Bei Großgruppenerlebnissen können sehr starke Gefühle entstehen, doch auf eine anschließende Bearbeitung wird oft nicht geachtet. Dies kann bei Ihnen zu Kontrollverlust und Verwirrtheit führen.
  • Bei Methoden mit intensivem Körperkontakt, wie etwa Massagen, sollte vor einer Anwendung eine medizinische Diagnose gestellt werden, um Gegenanzeigen abzuklären. Damit soll abgeklärt werden, ob eine Anwendung bei Schmerzzuständen, Verletzungen oder Krankheiten medizinisch unbedenklich ist und es nicht zu einer Schädigung kommen kann.
  • Wenn Sie eine komplementäre Methode bei einer Anbieterin oder einem Anbieter, der über keine medizinischen Grundkompetenzen verfügt, in Anspruch nehmen, besteht die Gefahr, dass eine effektive medizinische Therapie verabsäumt wird.

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