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Nationaler Aktionsplan Masern/Röteln-Elimination (NAP MR-Elimination)

Ziel der WHO und der Mitgliedsstaaten ist die Elimination von Masern und Röteln und die Verhütung der Rötelnembryopathie in Europa bis 2015 Strategieachsen zur Erreichung des WHO-Ziels:

  • Durchimpfungsrate mit zwei Dosen eines Masern- und mind. einer Dosis eines Rötelnimpfstoffes ≥ 95 %
  • Ergänzende Impfmaßnahmen wie Nachholkampagnen besonders für Hochrisikogruppen
  • Surveillance - rigorose Falluntersuchungen und Laborbestätigungen, Erfassung von unerwünschten Nebenwirkungen der Impfung
  • Hochwertige Informationen über Nutzen und die Risiken von Masern- und Rötelnimpfungen

Masern

Bei Masern handelt es sich um eine sehr ansteckende Krankheit, die in manchen Fällen zu Komplikationen wie z.B. Lungenentzündung, Enzephalitis (Entzündung des Gehirns) oder Mittelohrentzündung führen kann. Die ersten Symptome beginnen gewöhnlich 8 bis 12 Tage, der typische Ausschlag (Exanthem) etwa 14 Tage nach Kontakt mit dem Virus. Im Einzelfall sind bis zu 21 Tage bis zum Beginn des Ausschlags möglich. Die ersten Krankheitszeichen beginnen gewöhnlich 8 bis 12 Tage nach der Ansteckung mit Schnupfen, trockenem Husten, Fieber, geröteten Bindehäuten (Konjunktivitis) und einem Ausschlag am Gaumen (Enathem). Der typische Ausschlag beginnt drei bis sieben Tage nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen, begleitet von hohem Fieber. Eine seltene Spätfolge ist die subakut sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), die durchschnittlich sechs bis acht Jahre nach der eigentlichen Maserninfektion klinisch manifest wird und stets tödlich verläuft. Das höchste Risiko haben Kinder, die vor dem 2. Lebensjahr an Masern erkranken.

Röteln

Bei den Röteln handelt es sich um eine hochansteckende Krankheit, die in seltenen Fällen Komplikationen in Form von Arthritiden, Bronchitis, Mittelohrentzündung, Enzephalitis, entzündliche Erkrankungen des Herzmuskels und Herzbeutelentzündung auftreten.

Bei klinischer Symptomatik treten nach einer Inkubationszeit von 14 – 21 Tagen das charakteristische kleinfleckige Rötelnexanthem, Lymphknotenschwellungen (besonders im Nacken), Konjunktivitis sowie häufig Gelenkbeschwerden auf. Eine sehr große Gefahr stellt die Erkrankung an Röteln bei Schwangeren dar: Bei Rötelninfektionen bis zur 17. Schwangerschaftswoche kann es zu schweren Embryopathien (mit Taubheit, Katarakt, Herzfehlern und anderen Organdefekten) kommen.

Masern- und Rötelnerkrankungen sind durch Impfung vermeidbar

Patientinnen und Patienten, die an Masern oder Röteln erkranken, unterliegen selbst bei unkompliziertem Verlauf der jeweiligen Erkrankung insofern unnötigen Beschwerden, als eine Erkrankung durch Impfung vermeidbar wäre. Zur Vorbeugung stehen sichere, in der Regel gut verträgliche und sehr effektive Lebendimpfstoffe zur Verfügung. Der in Österreich empfohlene Impfstoff ist ein Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR).