Hauptinhalt:

Verordnung über das Verbot des Inverkehrbringens von gentechnisch verändertem Mais der Linie MON 863

Studie "Frequency of Environmental Antibiotic Resistance" der AGES (die Studienergebnisse werden nach erfolgter Publikation veröffentlicht)

Kurzzusammenfassung:

Die Umwelt ist in Österreich nur gering mit nptII Antibiotikaresistenzgenen belastet. Zu diesem Schluss gelangt eine von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit in den Jahren 2010 bis 2012 durchgeführte Studie. Die untersuchten bakteriellen Lebensräume sind demnach nicht mit nptII Genen überladen und dadurch aufnahmefähig für von außen eingebrachte Kontaminationen. Das bedeutet, dass eine langfristige und konstante Exposition dieser Lebensräume mit nptII codierender DNA, wie zum Beispiel durch Antibiotikaresistenz-Markergene aus gentechnisch veränderten Pflanzen, die Häufigkeit dieser Resistenzgene in diesen Ökosystemen erhöhen könnte. Eine Erhöhung der Häufigkeit dieser Resistenzgene kann unter Umständen zu Therapieversagen bei der Behandlung von Infektionserkrankungen führen.

Die ermittelten Ergebnisse belegen, dass in Österreich relevante bakterielle Lebensräume kaum mit nptII Resistenzgenen belastet sind. Ein kontinuierlicher exogener Eintrag von nptII codierender DNA aus transgenen Pflanzen würde eine potentielle Kontaminationsquelle für derartige Resistenzgene darstellen. Anhand der ermittelten Computersimulationsdaten zum horizontalen Gentransfer und des Nachweises, dass bereits ein geringer Selektionsdruck zur Fixierung eines Erbmerkmals führt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die permanente Präsenz transgener DNA im System nicht zu einer Erhöhung der nptII Frequenz in den betroffenen Bakterienpopulationen führt. Daher ist die Etablierung einer derartigen nptII Kontaminationsquelle in Österreich als unvorteilhaft einzustufen.

 (20.12.2012)

Zusatzinformationen: