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.18. Welt-AIDS-Konferenz zum Thema "Rechte hier und jetzt"
18.-23.Juli 2010 in Wien
Die Konferenz bot Gelegenheit für eine weltweite Bestandsaufnahme des tatsächlichen Ausmaßes der AIDS-Pandemie sowie des Umgangs mit ihr, zur Bewertung der neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen und Erkenntnisse sowie den sich daraus ergebenden sozialen und politischen Herausforderungen.
Ziel war es, den Kampf gegen HIV/AIDS weltweit wieder verstärkt in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken. Das Thema der 18. Welt-AIDS-Konferenz „Rechte hier und jetzt" unterstreicht dabei die zentrale Bedeutung des Schutzes und der Durchsetzung von Menschenrechten als Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Umgang mit HIV/AIDS.
Die Wahl zur Gastgeberstadt für AIDS 2010 spiegelt die zentrale Rolle wieder, die Österreich als Brücke zwischen West und Ost innehat. Der Konferenzort Wien soll entsprechend dem Fokus der Konferenz u.a. auch die eingehende Prüfung der Auswirkungen der HIV/AIDS Epidemie in Osteuropa und Mittelasien ermöglichen – einer Region, in der 1,5 Millionen HIV-infizierte Menschen beheimatet sind und sich die Epidemie vor allem durch intravenösen Drogenkonsum besonders schnell ausbreitet.
HIV-Prävention
Österreich hat bereits mit dem AIDS-Gesetz aus 1985 zu einem sehr frühen Zeitpunkt auf HIV/AIDS reagiert. Informationskampagnen für die breite Öffentlichkeit und für speziell Betroffene in regelmäßigen Abständen, die Schaffung von Rahmenbedingungen für eine epidemiologische Erfassung von HIV/AIDS, die Einbindung der zivilen Gesellschaft im Kampf gegen AIDS sowie eine Regelung der Qualität der Testung und der Befundübermittlung, vor allem aber der „informed consent", also die Zustimmung zur Untersuchung und eine ausführliche Beratung vor und nach dem HIV-Test, haben in Österreich frühzeitig einer AIDS-Epidemie Rechnung getragen. Einen wesentlichen Beitrag zur HIV-Prävention leisten dabei die AIDS-Hilfen, insbesondere durch Aufklärungsaktivitäten im Bereich von Personengruppen mit erhöhtem Risikoverhalten. Das Bundesministerium für Gesundheit unterstützt daher die AIDS-Hilfen jährlich mit 2,5 Mio. Euro.
Österreich schneidet zwar im europäischen und internationalen Vergleich sehr gut ab, besonders in der heterosexuellen Bevölkerung kommt es aber europaweit zu einem kontinuierlichen Anstieg der Infektionen. Angesichts der weltweit dramatischen Situation mit 36,1 Millionen Infizierten und geschätzten 5 Millionen Neuinfektionen jährlich und vor allem auch der jüngsten Entwicklungen in den Nachbarländern ist die Abhaltung und Unterstützung der 18. Welt- AIDS- Konferenz in Wien dem Bundesministerium für Gesundheit ein besonderes Anliegen, um dadurch ein Zeichen der internationalen Solidarität zu setzen und vor allem im Sinne des Schutzes der österreichischen Bevölkerung zur Bekämpfung von HIV/AIDS beizutragen.
AIDS 2010 wurde von der International AIDS Society (IAS), der weltweit führenden unabhängigen Organisation für HIV-ExpertInnen, organisiert und von der Stadt Wien gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit sowie zahlreichen lokalen, regionalen und internationalen Partnern wie UNAIDS, WHO, UNODC, etc. unterstützt.Nähere Informationen unter www.aids2010.org
17th REPORT OF THE AUSTRIAN HIV COHORT STUDY
Letzte Aktualisierung am: 26.07.2010

